VÄL
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Berufsperson
Aufgabenstellung 1: Arbeitsorganisation
Beschreiben Sie Ihre Arbeitsplanung und die Arbeitsorganisation eines Vormittages in Ihrem Arbeitsalltag.
Beschreiben und begründen Sie Ihr Vorgehen unter Beachtung der folgenden Fragestellungen:
1. Delegation: Wann haben Sie was delegiert und wieso? Worauf achten Sie, wenn Sie Arbeiten delegieren?
2. Zusammenarbeit mit anderen: Was ist dabei bei der Arbeitsplanung zu beachten?
3. Prioritäten: Nach welchen Kriterien setzten Sie welche Prioritäten?
4. Unvorhergesehene Situationen: Wie gehen Sie damit um?
Beschreiben und begründen Sie Ihr Vorgehen unter Beachtung der folgenden Fragestellungen:
1. Delegation: Wann haben Sie was delegiert und wieso? Worauf achten Sie, wenn Sie Arbeiten delegieren?
2. Zusammenarbeit mit anderen: Was ist dabei bei der Arbeitsplanung zu beachten?
3. Prioritäten: Nach welchen Kriterien setzten Sie welche Prioritäten?
4. Unvorhergesehene Situationen: Wie gehen Sie damit um?
1. Beschreibung
Was war die Ausgangslage?
Was waren Ihre konkreten Aufgaben in dieser Situation?
Beschreiben Sie Ihr Vorgehen (Ihre Handlungen und Ihr Verhalten) detailliert Schritt für Schritt: Was haben Sie gemacht? Wie haben Sie es gemacht
Ich arbeite in einem 24 Stunden betreuten Wohnhaus mit sechs Wohnungen a fünf bis sechs Zimmer für geistig und/ oder körperlich beeinträchtigten erwachsenen Menschen. Heute bin ich in der Gruppe Opal eingeteilt wo fünf Frauen unterschiedlichen alters wohnen.
Vor Arbeitsbeginn ziehe ich frische Arbeitskleidung an da meine kontaminiert sein könnte und ich keine Bakterien in die Gruppe bringen will.
Zuerst schaue ich in die Agenda ob und welche Termine für Heute anstehen, Hanna hat einen Frisör-Termin, starte danach den Computer und schaue nach ob es Einträge von der letzten Nacht gibt damit ich schon vorinformiert bin. Danach ist Übergangsrapport. Die Nacht verlief ruhig.
Jetzt bespreche ich mit der Pflegefachperson den Ablauf des heutigen Morgens, um dann im vier Augen Prinzip die Morgenmedikamente zu kontrollieren und in einem Medibecher bereit zu stellen. Danach müssen wir Hanna, die Trisomie hat, jedoch selbständig die Morgenpflege durchführen kann wecken. Hanna ist äusserst Nachtaktiv und muss deshalb mehrmals zum Aufstehen aufgefordert werden. Frieda leidet unter Epilepsie und muss daher enger begleitet werden. Hannelore und Waltraut sind selbständig, haben beide aber hyperkinetisches Syndrom diagnostiziert und sind deshalb sehr schnell überfordert bei Reizüberflutung. Ludwina mit celebraler Parese und teilweise sehr starken Spastiken darf sich heute ein Bad gönnen, dass sehr beruhigend auf sie wirkt. Die Person die weckt bereitet dann das Frühstück vor. Ich widme mich Ludwina und ihrem Bad. Zuerst stelle ich das Türschild auf «Besetzt» damit niemand das Bad benutzt und lasse dann Wasser ein, dass ich am Handgelenk prüfe, eine empfindliche Stelle, damit es nicht zu heiss wird. Waschlappen und Handtücher lege ich bereit, sowie Haarshampoo und gebe Badeöl ins Wasser. Nun nehme ich den Badeliftgurt und den Lifter den ich ins Zimmer fahre sowie e Handtücher um den Intimbereich abzudecken und Hanschuhe für mich mit. Zuerst klopfe ich an die Tür und warte bis ich ein «Herein» höre. Ich betrete das Zimmer mit einem «guten Morgen» und rieche sogleich einen strengen Duft. Auf Nachfrage meint Ludwina sie wollte winden und es sei ein kleinwenig Kot mitgegangen. Mittels Bettgitter bitte ich sie sich zu drehen, was sehr Kraft und Zeitaufwendig für sie ist. Nun sehe ich dass die ganze Hose und auch das Oberteil verstuhlt sind sowie das Laken. Jetzt muss ich schnell handeln, informiere die Pflegefachperson, bereite Einmalwaschtücher, einen Abfallsack und Waschlotion vor, sowie Einmalunterlagen fürs Bett. Einen Eimer mit kaltem Wasser für die Schmutzwäsche bringe ich auch noch mit. Wir entscheiden uns eine Drittperson zur Unterstützung zuzuholen um Ludwina zu reinigen und danach für das Bad, da das Wasser schon eingelassen ist, als auch für die Spastiken sehr beruhigend wirkt. Bei eintreffen der Unterstützung tauschen wir uns kurz über die Lage aus und legen fest wer was macht. Zuerst ziehen wir uns Handschuhe über wie auch eine Plastikschürze zum Schutz. Ludwina kann sich das Oberteil selbständig ausziehen, was wir jedoch übernehmen damit die Haare nicht auch noch verkotet werden. Sie hält sich am Handgriff fest und vierhändig ziehen wir sachte das verschmutzte Teil aus, dass wir in den Eimer mit kaltem Wasser einlegen. Über die Brüste legen wir ein Frotteetuch zur wahrung der Intimsphäre. Nun unterstützen wir Ludwina beim auf die Seite drehen, so können wir die Hose auch noch runterziehen, ins kalte Wasser einlegen und das Frotteetuch entfalten über den Schambereich. Den Rücken mit Einmalwaschtüchern, auf die ich eine Reinigungslotion gebe reinige ich jetzt.
2. Begründung
Begründen Sie Ihr Vorgehen (Ihre Handlungen und Ihr Verhalten) mit professionellen Überlegungen: Warum haben Sie es fachlich und methodisch so gemacht?
Nennen Sie mindestens eine Alternative: Was wäre auch noch möglich gewesen?
3. Reflexion
Was war konkret das Ergebnis Ihres Vorgehens?
Setzen Sie sich mit Ihrem Vorgehen auseinander: Wie ist es Ihnen gelungen? Wie schätzen Sie Ihr Vorgehen im Nachhinein ein?
Schlussfolgerung: Inwieweit nutzen Sie in Zukunft Ihre gewonnenen Erkenntnisse? Was behalten Sie bei bzw. was ändern Sie in Ihrem Vorgehen?
