RUNDGANG WIEDIKON FABULAS WIEDO (GESCHICHTEN FÜR BESCHEIDENGEMEINSAM)

RUNDGANG WIEDIKON  FABULAS WIEDO (GESCHICHTEN FÜR BESCHEIDENGEMEINSAM)




RUNDGANG WIEDIKON  FABULAS WIEDO (GESCHICHTEN FÜR BESCHEIDENGEMEINSAM)




Geschichte von Wiedo 





 

Besiedlungsgeschichte

Schmiede Wiedikon um 1908  Ortsmuseum und ehemalige Armenstube von Wiedikon, um 1400 als Eselschreis Hofstatt erwähnt

Die ältesten Siedlungsspuren gehen schätzungsweise auf die Jahre 3000 bis 2000 v. Chr. zurück und umfassen ein Steinbeil, Überreste von Gräbern, welche den Helvetiern zugeschrieben werden und einzelne römische Münzen.

Nach 500 besiedelten Alemannen das Gebiet der heutigen Deutschschweiz. Am Bühlhügel – geschützt vor den Hochwassern der Sihl – liess sich Wiedo mit seiner alemannischen Sippe, den Wiedingen nieder und gab dem Gebiet indirekt den Namen. Eine Urkunde vom 27. Juni 889 verwendet erstmals die Ortsbezeichnung Wiedinc hova («Höfe der Wiedinge»), woraus im Laufe der Zeit Wiedikon wurde.

1259 wurde Wiedikon in einer zweiten Urkunde erwähnt, diesmal als königlicher Reichshof. Die Vogtei Wiedikon wechselte durch die verschiedenen Adelsgeschlechter, die in der Stadt Zürich ein Bürgerrecht hatten, ehe sie nach 1490 von der freien Reichsstadt Zürich gekauft wurde. Die Obervogtei Wiedikon wurde damit zu einer inneren Vogtei, deren Vogt in der Stadt Zürich ansässig war. Der Obervogtei Wiedikon wurde auch Albisrieden zugeschlagen.

In vorreformatorischer Zeit gab es im Bubental ein Bruderhaus und die beliebte Wallfahrtskapelle Unserer lieben Frau im Gnadental.[2]

Das genaue Alter des heutigen Quartierwappens mit dem mittelalterlichen Reichsapfel ist unbekannt, erstmals nachweislich festgehalten wurde es 1674 in einem Wappenbuch.

Die ganze Obervogtei Wiedikon war bäuerlich geprägt und bestand aus den beiden Siedlungsschwerpunkten Wiedikon und Albisrieden sowie einer Vielzahl verstreuter Bauernhöfe. In Wiedikon etablierte sich auch das Baugewerbe, da reichlich Lehm vorhanden war, wie die ehemaligen Lehmgruben Binz und Heuried heute noch erahnen lassen. Das Holz für die Ziegelbrennereien wurde auf der Sihl aus dem Sihlwald herangeschafft; der Name Schmiede Wiedikon erinnert heute noch an die Fuhrwerke, die damals für den Transport unabdingbar waren.

Nachdem Wiedikon Bewohnern der Hard das Bürgerrecht verweigerte, ersuchten diese 1784 um eine eigene Gemeinde. Dem Gesuch wurde nachgekommen und die neue Gemeinde Aussersihl wurde innerhalb der Obervogtei Wiedikon formiert. Aussersihl wurde 1787 in die Selbständigkeit entlassen, womit Wiedikon den unteren Teil der Gemeinde respektive des Sihlfelds verlor, welches ursprünglich bis zur Limmat reichte. Nach der Abtrennung von Aussersihl erhielt 1791 Wiedikon mit dem Bethaus erstmals seit der Reformation wieder eine erste eigene Kirche. Das inzwischen denkmalgeschützte Bethaus gehört zu den ältesten Gebäuden in Wiedikon. Mit der französischen Invasion fiel 1798 das alte System zusammen und die Obervogtei Wiedikon wurde aufgelöst. Wiedikon und Albisrieden wurden damit zu selbständigen Gemeinden. Von Aussersihl erhielt Wiedikon 1852 die Bauernhöfe auf seinem Gemeindegebiet zurück, die bei der Teilung an Aussersihl gegangen sind.

Wiedikon erhielt 1875 seinen ersten Bahnhof; er wurde 1927 verlegt, dessen Neubau ist der einzige Reiterbahnhof der Schweiz geblieben. Bereits 1892 erhielt Wiedikon mit dem Bahnhof Giesshübel einen zweiten Bahnhof, welcher vor allem für den Güterverkehr bedeutend war, welchen die Sihltalbahn in ihrem Einzugsgebiet abwickelte.

Eingemeindung

Die Gemeinde innerhalb des Bezirks Zürich vor der Eingemeindung 1893

Die schlechte wirtschaftliche Lage zwang Ende des 19. Jahrhunderts auch die Gemeinde Wiedikon, die Stadt Zürich um die Eingemeindung zu bitten. Nebst Wiedikon wurden 1893 zehn weitere selbständige Gemeinden Teil der Stadt. Die Stadt Zürich und die neuen elf Gemeinden wurden in fünf Stadtkreise (I bis V) eingeteilt. Wiedikon bildete den Stadtkreis III, zu welchem auch das gut 100 Jahre zuvor abgespaltene Aussersihl (und dessen Industriequartier) wieder zugeschlagen wurde.

Die Einteilung der ursprünglichen fünf Stadtkreise wurde 1913 revidiert und es wurden durch die Dreiteilung des Stadtkreises III und die Zweiteilung des Stadtkreises V, neu acht Stadtkreise (1 bis 8) gebildet. Damit wurde das Gebiet der ehemaligen Gemeinde Wiedikon zum heutigen Stadtkreis 3, während die ehemalige Gemeinde Aussersihl zum Stadtkreis 4 und deren bereits 1875 abgespaltener Teil, das Industriequartier, zum Stadtkreis 5 wurden.

Die zweite Eingemeindung von 1934 hatte auf Wiedikon keinen Einfluss, allerdings wurde bei einer weiteren Revision der Stadtkreise im Jahre 1971, unter anderem Wiedikon vom Statistischen Amt der Stadt Zürich, in die drei Quartiere Alt-Wiedikon, Sihlfeld und Friesenberg unterteilt, die fast ausschliesslich eine statistische Bedeutung haben.

An die Eingemeindung von 1893 erinnert seit 1993 der Löwenbrunnen auf dem Schmiedeplatz.[3]

Sehenswürdigkeiten

AJ
 
 

Kulturgüter

Foto ObjektKat.TypStandortBeschreibung
Credit Suisse AG, Central Corporate ArchivesDatei hochladenCredit Suisse AG, Central Corporate Archives
KGS-Nr.: 124
ASUetlibergstrasse 231
681335 / 245607

 

Friedhof Sihlfeld
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Wikidata zu Friedhof Sihlfeld (Q1457424)
Friedhof Sihlfeld
KGS-Nr.: 7923
AGAemtlerstrasse 149–151
680956 / 247771

 

Krematorium Sihlfeld
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Wikidata zu Friedhof Sihlfeld (Q1457424)
Krematorium Sihlfeld
KGS-Nr.: 10054
AGAlbisriederstrasse 51
680473 / 247768

 

Kindergartenhaus Wiedikon
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Wikidata zu Kindergartenhaus Wiedikon (Q1171132)
Kindergartenhaus Wiedikon
KGS-Nr.: 10386
AGZentralstrasse 105
681403 / 247572

 

Uetliberg, historische Siedlungsplätze und BefestigungsanlagenDatei hochladen
Wikidata zu Üetliberg, prähistorische Siedlungen und Bestattungsplätze, römische Siedlung, mittelalterliche Burg und Befestigungsanlagen (Q108057671)
Uetliberg, spätbronze- und eisenzeitliche Siedlungen und Bestattungsplätze, römische Siedlung, mittelalterliche Burgruine und Befestigungsanlage (Hauptwall- und Vorwall)
KGS-Nr.: 11735
AFUetliberg
679500 / 244900
Objekt liegt teilweise auf dem Gemeindegebiet von Zürich, Stallikon (KGS-Nr. 7666) und Uitikon (KGS-Nr. 11734).

 

 Datei hochladenKeystone Press AG Fotoarchiv
KGS-Nr.: 2877
BSGrubenstrasse 45
681123 / 246143

 

WohnhäuserDatei hochladen
Wikidata zu Bauten, Bertastrasse 1–11 (Q29933524)
Wohnhäuser
KGS-Nr.: 7901
BGBertastrasse 1–15
681400 / 247738

 

Musikpavillon
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Wikidata zu Musikpavillon (1933) (Q29933631)
Musikpavillon
KGS-Nr.: 7975
BGManessestrasse 1
682050 / 246990

 

Reformierte Bühlkirche
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Wikidata zu Reformierte Kirche Bühl (Q1742514)
Reformierte Bühlkirche
KGS-Nr.: 7984
BGBühlstrasse / Goldbrunnenstrasse
681437 / 246908

 

Tramdepot Wiedikon
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Wikidata zu Tramdepot Wiedikon (Q29933664)
Tramdepot Wiedikon
KGS-Nr.: 10383
BGElisabethenstrasse 15, 27, 43
681772 / 247524

 

Bahnhof Wiedikon mit Perronanlagen und Stellwerk
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Wikidata zu Bahnhof Zürich Wiedikon (Q679393)
Bahnhof Wiedikon mit Perronanlagen und Stellwerk
KGS-Nr.: 12728
BGBirmensdorferstrasse 80
681940 / 247296

 

Reformierte Zwinglikirche mit Kirchgemeinde- und Pfarrhaus
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Wikidata zu Zwinglihaus (Q244838)
Reformierte Zwinglikirche
KGS-Nr.: 12742
BGAemtlerstrasse 23
681313 / 247328

 

Friesenberg, mittelalterliche Burgruine
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Wikidata zu Burg Friesenberg (Q1011875)
Friesenberg, mittelalterliche Burgruine
KGS-Nr.: 14838
BFFriesenbergweg
679741 / 245780

 

Wohnsiedlung Friesenberg (1. und 2. Etappe)
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Wikidata zu Familienheim-Genossenschaft Zürich (Q1395246)
Wohnsiedlung Friesenberg (1. und 2. Etappe)
KGS-Nr.: 16640
BGPappelstrasse 2-29 /
Jakob Peter Weg 1-45 /
Margaretenweg 1-27 /
Schweighofstrasse 287-335 /
Friesenbergstrasse 220
680509 / 246437

 



GESCHICHTE FÜR JUNI 2024