Bild 1 von 7. Tausende vertriebene Palästinenserinnen und Palästinenser machen sich nach dem Inkrafttreten der Waffenruhe auf den Weg in den Norden des Gazastreifen. (10.10.2025) . Bildquelle: Reuters/Mahmoud Issa.
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Bild 2 von 7. Sie waren vor den Angriffen der israelischen Armee in den Süden geflohen. (10.10.2025). Bildquelle: Reuters/Ramadan Abed.
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Bild 3 von 7. Auch die Menschen in diesem Pickup sind im Gazastreifen Richtung Norden unterwegs. (10.10.2025). Bildquelle: Reuters/YOUSEF AL ZANOUN; .
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Bild 4 von 7. Was die Menschen im Norden genau erwartet, ist unklar. Die Zerstörung im Gazastreifen und auch in Gaza-Stadt sind immens.(10.10.2025) . Bildquelle: Keystone/YOUSEF AL ZANOUN.
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Bild 5 von 7. Die Karawane der Vertriebenen zieht sich an der Küste über hunderte von Metern. (10.10.2025). Bildquelle: Reuters/Mahmoud Issa.
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Bild 6 von 7. Trotzdem machen sich viele auf den Weg zurück in den Norden. (10.10.2025) . Bildquelle: Reuters/Mahmoud Issa.
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Bild 7 von 7. Jedes verfügbare Gefährt wird genutzt, um vorwärtszukommen. (10.10.2025) . Bildquelle: Keystone/YOUSEF AL ZANOUN.
Tausende vertriebene Palästinenserinnen und Palästinenser machen sich nach dem Inkrafttreten der Waffenruhe auf den Weg in den Norden des Gazastreifen. (10.10.2025)
Debüt winkt: Athekame verstärkt die Nati in Ljubljana
Nati-Trainer Murat Yakin hat Rechtsverteidiger Zachary Athekame kurzfristig für das WM-Quali-Spiel am Montagabend in Ljubljana gegen Slowenien nachnominiert.
Legende: Eben noch im U21-Team, bald schon in der A-Nati Zachary Athekame. Freshfocus/Martin Meienberger
Der 20-jährige Genfer, der bei der AC Milan unter Vertrag steht, stösst direkt vom U21-Team zur A-Nati. Am Freitag stand Athekame beim 0:0 der Schweiz in Luzern gegen Island 88 Minuten auf dem Platz. Für den 12-fachen Schweizer U21-Nationalspieler, der auch die nigerianische Staatsbürgerschaft besitzt, ist es das 1. Aufgebot für das A-Nationalteam.
Yakin sah sich zum Handeln gezwungen, nachdem sich Isaac Schmidt im Training eine Prellung am Fuss zugezogen und die Partie gegen Schweden verpasst hatte. Der Verteidiger von Werder Bremen bleibt aber im Nationalteam. Zudem musste Stammkraft Silvan Widmer in der Schlussphase des Schweden-Spiels den Platz angeschlagen verlassen. Für den Rechtsverteidiger kam Lucas Jaquez zu seinem Nati-Debüt.
06:58Die Schweiz bleibt auch in Schweden makellosAus Sport-Clip vom 10.10.2025
Der Botschafter über seinen Start in Bern und Kritik an Israel
Der Gazakrieg vergiftet das politische Klima auch in der Schweiz. Tibor Schlosser hat als Vertreter seines Landes keine einfache Aufgabe.
Autor: Susanne Brunner
Viel Zeit, um in Bern anzukommen und seine Koffer auszupacken, hatte Israels neuer Botschafter Tibor Schlosser nicht: die Gedenkanlässe zum zweiten Jahrestag des Hamas-Angriffs auf Israel standen kurz bevor, und das inmitten zunehmend heftiger Kritik an Israels Kriegsführung im Gazastreifen.
Dass er im August, als neuer Botschafter Israels, in der Schweiz nicht nur Blumen erhalten hat, daraus macht der 64-Jährige keinen Hehl. «Die Haltung ist gespalten. Aber ich möchte betonen: man hat mich sehr angenehm empfangen, auch die Israel-Kritiker. Das tut gut.»
Neuer Botschafter in Bern
Tibor Schlosser hat sein Amt als Botschafter Israels in der Schweiz am 15. September angetreten. Er löste die Botschafterin Ifat Reshef ab, welche Israel seit November 2021 in der Schweiz vertreten hatte. Schlosser beherrscht alle Landessprachen ausser Rätoromanisch. Neben der Schweiz arbeitete er bereits in Deutschland und Italien.
Wie angespannt die Stimmung ist, erfuhr Ende September sogar ein Bundesrat: Aussenminister Ignazio Cassis musste in Bellinzona unter Polizeischutz vor einer pro-palästinensischen Demonstration flüchten.
Nicht ohne Polizeischutz
Ohne Polizeischutz kann der israelische Botschafter nirgendwo hin. Oder, wie er sagt: «Ob ich das kann, weiss ich nicht. Aber ich darf das nicht.»
Ich bin heute immer noch in einem Trauma, wie alle.
Tibor Schlosser wuchs im Kibbutz Gezer auf. Diesen Kibbutz hatte die bekannte Aktivistin für Frieden und Frauenrechte, Vivian Silver, in den 1970er- und 80er-Jahren geprägt und sogar geleitet. Am 7. Oktober 2023 wurde sie im Kibbutz Be'eri von der Hamas ermordet. «Das war für uns ein grosser Schock. Vivian war eine Kämpferin für den Frieden. Und leider waren solche Leute die Ersten, die getötet wurden.»
US-Regierung beginnt mit Massenentlassungen bei Bundesbehörden
Seit über einer Woche im Budgetstreit ist die US-Bundesverwaltung lahmgelegt. Nun beginnen dauerhafte Stellenstreichungen.
Im Streit über das Staatsbudget der USA hat die Regierung von Präsident Donald Trump damit angefangen, dauerhaft Stellen im öffentlichen Dienst zu streichen. «Der Personalabbau hat begonnen», erklärte Russell Vought, Direktor des US-Haushaltsamts (Office of Management and Budget, OMB), auf der Plattform X.
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Er schrieb nur «The RIFs have begun». In den USA werden solche Personalabbaumassnahmen als «RIFs» («Reductions in Force») genannt. Ein Sprecher des Haushaltsbüros OMB nannte die Kürzungen «erheblich», nannte aber keine weiteren Einzelheiten. Erste Kündigungen wurden bereits aus den Ministerien für Finanzen und Handel sowie aus der US-Gesundheitsbehörde gemeldet.
Hintergrund ist der Haushaltsstreit zwischen der Demokratischen und Republikanischen Partei im US-Kongress. Weil es in der vergangenen Woche keine Einigung auf einen Übergangshaushalt gab, wurde ein sogenannter Shutdown – eine Haushaltssperre – verhängt.
Seit mehr als einer Woche ist ein Teil der US-Bundesverwaltung bereits lahmgelegt. Das bedeutet, dass zahlreiche Bundesbehörden ihre Arbeit stark einschränken und nur noch dringend notwendige Aufgaben erledigen dürfen. Rund 750'000 Bundesbeamte sind ohne Bezahlung im Zwangsurlaub. Davon ausgenommen sind Bereiche der Grundversorgung wie Flugsicherung, Polizei und Grenzschutz.
Aufbau von politischem Druck
US-Präsident Trump hatte Massenentlassungen während des Shutdowns bereits angekündigt, um die Demokraten unter Druck zu setzen, damit sie einem Übergangshaushalt zustimmen. Die Demokraten knüpfen ihre Zustimmung wiederum an zusätzliche Gelder für die Gesundheitsversorgung.
Trump hat wiederholt mit dauerhaften Kürzungen gedroht – insbesondere bei traditionell von Demokraten unterstützten Bundesbehörden. Solche Massnahmen im Alleingang umzusetzen, dürfte allerdings juristische Auseinandersetzungen nach sich ziehen. Eigentlich ist der Kongress in solche Entscheidungen eingebunden.
Beide politischen Lager geben sich gegenseitig die Schuld an der Blockade. Die Regierung Trump erhöht damit den politischen Druck auf die Demokraten, denn je länger der Shutdown dauert, desto mehr fragt sich die Bevölkerung, welche Partei für die Situation verantwortlich ist.
Dauerhafte Entlassungen geplant
Eine Schlüsselrolle in der Regierung Trump spielt Russell Vought, der Direktor des US-Haushaltsamts (OMB).
Legende: Angehörige und Freunde von Opfern und Entführten marschierten Mitte November 2023, einen guten Monat nach den Hamas-Angriffen, vom Kibbutz Richtung Jerusalem. REUTERS / Ronen Zvulun
Tibor Schlosser hat im Hamas-Massaker vor zwei Jahren Freunde verloren, Menschen, die er kannte, wurden entführt. Eine einschneidende Erfahrung. Hat ihn das verändert? «Ich bin heute immer noch in einem Trauma, wie alle. Solange die Geiseln nicht zurück sind, geht dieses Trauma nicht weg.»
Israel trauert, die Welt kritisiert
Während er und sein Land den Schmerz des 7. Oktober noch lange nicht verarbeitet haben, zeigt die Welt immer weniger Verständnis für Israels Kriegsführung im Gazastreifen. Zehntausende Getötete, das unbeschreibliche Leiden der Zivilbevölkerung seit zwei Jahren und die noch andauernde Zerstörung der gesamten Lebensgrundlage der Menschen dort: in all dem erkennen selbst viele befreundete Staatschefs keinen Sinn mehr.
Legende: In der Schweiz wird seit Kriegsausbruch immer wieder für die palästinensische Bevölkerung demonstriert. (Bild: Pro-palästinensische Demo in Genf, am 7.10.2025) KEYSTONE / Salvatore Di Nolfi
«Ich kann nur sagen, dass mir die Zivilbevölkerung, auf beiden Seiten, sehr leid tut. Auch in Israel fühlt man sich schlimm, wenn Zivilisten sterben.» Schlosser fügt aber an: Schuld sei die Hamas. «Wenn die Hamas unsere Geiseln früher freigelassen hätte, dann hätte dieser Krieg schon lange beendet werden können.»
Ich glaube zum ersten Mal, dass wir wirklich wieder eine Hoffnung haben.
Offen kritisieren kann der Botschafter seine Regierung natürlich nicht: auch wenn er das wollte. «Meine Regierung geht einen bestimmten Weg. Ob das richtig ist oder nicht, wird uns die Zukunft zeigen.»
Zur Nachfrage, wie Israel im Kampf gegen die Hamas so viel Zerstörung, Tod und Leid in Kauf nehmen könne, beruft sich der Botschafter auf die schwierige Kriegsführung in einem so dicht besiedelten Gebiet: Häuserkampf, Sprengfallen, Waffen in jedem Gebäude. Im Moment schauter auf den Durchbruch bei den Friedensverhandlungen in Ägypten.«Ich glaube zum ersten Mal, dass wir wirklich wieder eine Hoffnung haben. Auf das Ende dieses für uns alle schrecklichen Krieges.»