Ob im Breaking-News-Fall, bei einem Video in einem sozialen Netzwerk oder einer Nachricht, die einem zugesendet wird: Manchmal kommen Zweifel auf, ob das Video, das Bild oder die Nachricht stimmen. Jede und jeder kann einen eigenen Faktencheck durchführen. Hier sind fünf Kniffe für eine Überprüfung:
Inhaltsverzeichnis
Kann das sein? – die Plausibilität
Ein erster Schritt bei der Überprüfung ist die Beurteilung der Plausibilität. Es geht darum, kritisch zu hinterfragen, ob das Gesehene oder Gelesene tatsächlich so stattgefunden haben könnte. Die Logik des Inhalts steht dabei im Fokus. Erscheint eine Nachricht ungewöhnlich oder widersprüchlich, kann das auf eine Falschinformation hindeuten. Das können zum Beispiel Haie auf Strassen in Folge von Überschwemmungen sein – in viel zu niedrigem Wasser.
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Stimmt der Zusammenhang? – der Kontext
Der Kontext ist ebenso wichtig wie die Logik des Inhalts. Die Interpretation eines Bildes oder einer Nachricht kann je nach Einbettung beeinflusst oder verfälscht werden. Zum Teil dreht sich dabei der Sinn komplett um. Dies gelingt umso einfacher, je eher der Inhalt die bestehenden Überzeugungen bestätigt – den sogenannten Bestätigungsfehler (Confirmation Bias). Eine möglichst objektive Betrachtung hilft bei der Beurteilung von Informationen.
Von Desinformation bis Fake News – die Definitionen
Desinformation: Ein falscher oder irreführender Inhalt, der mit der Absicht verbreitet wird, zu täuschen. Ziel kann ein wirtschaftlicher oder politischer Gewinn sein. Der Begriff wird vor allem in der Wissenschaft gebraucht.
Misinformation (Fehlinformation): Eine vom Absender versehentlich verbreitete Falschmeldung, aufgrund von Nichtwissen oder Nichtkenntnis des Fehlers.
Fake News: Der Begriff wird im alltäglichen Gebrauch unterschiedlich genutzt und ist zugleich umstritten. Er kann als Synonym für Desinformation oder als Kampfbegriff in der Politik und gegenüber Medien genutzt werden. Ebenso wird er auch für falsche Inhalte mit kommerziellen Zielen gebraucht.
Wer ist das? – die Quelle
Die Überprüfung des Absenders gibt Aufschluss über die Intention und dessen Glaubwürdigkeit. Neben möglichen kommerziellen Zielen kann auch eine Agenda verfolgt werden oder bestimmte Interessen bestehen. Insbesondere in Sozialen Medien können journalistische Standards und Transparenz fehlen. Häufig geht es bei Social-Media-Accounts darum, ob eine reale Person, ein Bot oder ein Fake-Profil dahintersteckt.
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Wo wurde aufgenommen? – die Lokalisierung
Ein weiterer Faktor ist die Authentizität des dargestellten Ortes bei Bildern und Videos. Ob der gezeigte Ort tatsächlich zu einem behaupteten Ereignis passt, kann eine genaue Betrachtung des Materials zeigen. Hierbei sind charakteristische Merkmale wie die Landschaft, Architektur, Strassenschilder, aber auch Details wichtig. Kartendienste mit ihren Tools wie «Street View» (Strassenansicht) und Satellitenbilder helfen bei der Suche.
02:38KI-Fakes aus Auschwitz: Die falschen Bilder des HolocaustAus Tagesschau vom 23.01.2026Was sagen andere? – der Abgleich
Manchmal fehlt die Zeit, einen eigenen Faktencheck durchzuführen. In diesem Fall sind vertrauenswürdige Quellen eine Hilfe: Sie bieten eine zuverlässige Berichterstattung zu aktuellen Ereignissen. Unsichere Informationen können mit etablierten Medien abgeglichen werden. Auch spezialisierte Portale und Webseiten mit Faktenchecks sind für eine Recherche wertvoll – darunter EBU-Spotlight, Snopes oder Mimikama.
Fakt oder Fake? – Die Themenwoche bei SRF
Ab dem 26. Januar 2026 beleuchtet SRF das Thema Fake News eine Woche aus verschiedenen Blickwinkeln – mit Reportagen, Recherchen und Faktenchecks zu aktuellen Themen aus Politik, Wirtschaft und Gesellschaft. Alle Inhalte finden Sie hier auf der Übersicht zur Themenwoche «Fakt oder Fake?».
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