Um eine Werbeflut im Briefkasten zu verhindern, gibt es einfache Methoden, die der EDÖB im Merkblatt zur Sperrung der Adresse zu Werbezwecken zusammengestellt hat (Download Kasten rechts).
Von: "Jo Burgener" <johnburgener@gmx.ch>
An: johnburgener@gmx.ch
Betreff: Werbung stoppen
https://www.edoeb.admin.ch/edoeb/de/home/dokumentation/datenschutz/musterbriefe/werbung---spamming.html
Zum Inhalt springen
Header
Schweizer Radio und Fernsehen, zur Startseite
TV-Menü
TV-Übersicht TV
Radio-Menü
Audio-Übersicht Audio
Hauptmenü/Suche
Was tun gegen zu viele Spendenaufrufe im Briefkasten?
06:02
Audio
Was tun gegen zu viele Spendenaufrufe im Briefkasten?
Aus Espresso vom 08.12.2022. Bild: Imago Images
abspielen. Laufzeit 6 Minuten 2 Sekunden.
Kassensturz Espresso Espresso
Aktueller Artikel
Inhalt
Zu viel Post von Hilfswerken - Überflutet von Spendenbriefen – was tun?
Hilfsorganisationen haben verschiedene Wege, um an Adressen möglicher Spender und Spenderinnen zu gelangen.
Autor: Sharon Zucker
Gestern, 07:49 Uhr
Bei Facebook teilen (externer Link, Popup)
Bei Twitter teilen (externer Link, Popup)
Mit Whatsapp teilen
18
Dieser Artikel wurde 2-mal geteilt.
«Ich bekomme teilweise über zehn Bettelbriefe pro Tag! Woher haben die vielen Hilfsorganisationen meine Adresse?», fragt ein Hörer des SRF-Konsumentenmagazins «». Er und seine Frau spenden häufig etwas. Aber sie erhalten auch Briefe von zahlreichen anderen Hilfswerken, die sie noch nie berücksichtigt haben.
Woher haben die vielen Hilfsorganisationen meine Adresse?
Autor: «Espresso»-Hörer
Anders, als man vermuten könnte, sollten seriöse Organisationen ihre Adressen aber nicht an Dritte weitergeben. Sie haben andere Wege, um an potenzielle Spenderinnen und Spender zu gelangen.
Oft geschieht die Einwilligung, ohne dass man es merkt.
Autor: Sara Stalder Geschäftsleiterin der Stiftung Konsumentenschutz
Einwilligung im Kleingedruckten
Der Adresshandel sei grundsätzlich erlaubt, sofern jemand eingewilligt habe, dass seine Adresse weitergegeben werden dürfe, sagt Sara Stalder, Geschäftsleiterin der Stiftung für Konsumentenschutz. «Oft geschieht das jedoch, ohne dass man es merkt. Bei Wettbewerben zum Beispiel, wo das Häkchen zur Einwilligung schon drinsteht und man es aktiv entfernen müsste.»
«Adressmiete» oder öffentliches Verzeichnis
Ausserdem darf jede Adresse genutzt werden, die irgendwo öffentlich in einem Verzeichnis steht, wie zum Beispiel im (Online-)Telefonbuch.
Viele Hilfsorganisationen «mieten» Adressen für eine einzelne Kampagne bei Adresshändlern. Diese kontrollieren, ob eine Organisation die Adressen tatsächlich nur für diese eine Kampagne einsetzt. Erst, wenn ein Adressat dort etwas gespendet habe, werde er in ihre Datenbank aufgenommen und bekomme im folgenden Jahr wieder Post, versichern die Hilfsorganisationen.
«Espresso» ist an Ihrer Meinung interessiert
«Espresso» ist an Ihrer Meinung interessiert
Berichten Sie uns über Ihre Erfahrungen und schreiben Sie uns Ihre Meinung!
«Kauf» oder «Streuwurf»
«Wir könnten diese Adressen auch kaufen, dann würden sie nicht an weitere Organisationen vermietet werden, das wäre aber viel teurer. Ich nehme an, die meisten Non-Profit-Organisationen mieten aus diesem Grund die Adressen, anstatt sie zu kaufen; darum erhalten viele Spender von verschiedenen Organisationen gleichzeitig ‹Bettelbriefe›, schreibt der Verein «Herz für Kinder».
Eine weitere Möglichkeit ist der «Streuwurf» bzw. die «Streusendung», eine kostenpflichtige Dienstleistung der Post. Dabei werden unadressierte Briefe an zuvor definierte Ortschaften oder Gebiete zugestellt.
«Refusé» oder «Robinsonliste»
Alle von «Espresso» angefragten Hilfsorganisationen sagen, sie würden die jeweilige Adresse löschen, wenn man sich bei ihnen melde und dies wünsche. Helfen könne auch ein Eintrag in die sogenannte «Robinsonliste» des Schweizer Dialogmarketingverbands (SDV). Dies ist eine Sperrliste gegen adressierte Werbung von Unternehmen, mit denen man noch nie etwas zu tun hatte.
Seriöse Adresshändler orientierten sich an dieser Liste und die Mitglieder des SDV verpflichteten sich dazu, gesperrte Adressen nicht zu bewerben, so Sara Stalder.
Nütze dies nichts, könne man sich auf das eidgenössische Datenschutzgesetz berufen und von den einzelnen Organisationen verlangen, dass sie offenlegen, woher sie die Adresse haben. So könne man die Adresshändler direkt angehen und die Löschung der Daten verlangen. (Informationen vom EDÖB).
Sollte diese Massnahme auch nicht greifen, bleibe nur noch der Eidgenössische Datenschutz- und Öffentlichkeitsbeauftragte, an den man sich mit einer datenschutzrechtlichen Beschwerde wenden könne.
Die einfachste und effektivste Methode sei die Rücksendung des Briefes, sagt die Konsumentenschützerin Sara Stalder. «Wir raten Betroffenen, die Briefe mit dem Wort «Refusé» zu versehen und in den nächsten Briefkasten zu werfen. So werden die Briefe auf Kosten des Absenders retourniert.»
Espresso, 08.12.22, 08:13 Uhr
Hinweis auf einen verwandten Artikel:
Wie man wirkungsvoll spendet
Merkblätter
Wie man wirkungsvoll spendet
08.12.2015
Hinweis auf einen verwandten Artikel:
Besser wenigen Hilfswerken viel spenden als vielen wenig
Konsum
Besser wenigen Hilfswerken viel spenden als vielen wenig
07.12.2016 Mit Audio
Hinweis auf einen verwandten Artikel:
Hilfswerk wirbt mit Give-away aus Palmöl
Seltsame Swissaid-Kampagne
Hilfswerk wirbt mit Give-away aus Palmöl
08.11.2019 Mit Audio
Überflutet von Spendenbriefen – was tun?
Espresso(Link zur Sendung) vom 08.12.2022, 08:13 Uhr
Kassensturz Espresso Espresso
Aktueller Artikel
Meistgelesene Artikel
Steigende Heizkosten
Zwei Drittel aller Mieter zahlen für wärmeliebende Nachbarn mit
Mit Video
Airfryer im Test
Heissluft-Fritteusen: Nur eine überzeugt
Mit Video
Krankengeschichte
«Warum dürfen wir die Krankengeschichte nicht lesen?»
Mit Audio
Sendungsvorschau
Mieter im Heizkostenfrust – Hohe Rechnung trotz kalter Wohnung
Nicht zugelassene Leuchtmittel
LED-Licht für Autoscheinwerfer: Galaxus bessert Produkteinfo nach
Mit Audio
Rechtsfragen aus dem Alltag
«Darf man seinen Kleinwagen quer aufs Parkfeld stellen?»
Mit Video
20 Kommentare
Ausblenden Navigation zuklappen
Alle Kommentare
Beliebteste
Kommentar von SRF (SRF)
Liebe Community, wir beenden nun diese Debatte. Vielen Dank für Ihre Teilnahme und herzliche Grüsse, Ihr «Espresso»-Team
Kommentar von Caroline Steiner (C.Steiner)
Gestern, 17:01 Uhr
Adressen werden logischerweise nicht von NPO zu NPO weitergegeben. Wieso auch? Sie stehen ja in (direkter) Konkurrenz zueinander - und eine gute Spenderin möchte man sicher nicht verlieren.
Dem Tipp von Frau Stalder, die Briefe mit "refusé" zu retournieren, würde ich widersprechen. Gerade grosse Organisationen warten bis zu drei "Refusés" ab, bis eine Adresse gestrichen wird. Vielmehr kann man die entsprechende Organisation informieren, dass man lieber keine Post erhalten möchte.
Zustimmen dem Kommentar zustimmen(8)
Footer
Suche
Suche, zeigt beim Tippen Resultate an
Hauptnavigation
Rubriken
Home
News
Sport
Meteo
Kultur
Dok
Wissen
TV/Radio
Play SRF Mediathek
Audio & Podcasts
Play Suisse
TV-Programm
Radio-Programm
Archiv
Verkehr
Weitere Angebote
Kids
SRF school
Newsletter
Hallo SRF!
Über SRF
Radio SRF 1
Radio SRF 2 Kultur
Radio SRF 3
Radio SRF 4 News
Radio SRF Musikwelle
Radio SRF Virus
Radio Swiss Classic
Radio Swiss Jazz
Radio Swiss Pop
Metanavigation
SRF Apps
Korrekturen
Datenschutz
Jobs
Hilfe
Kontakt
Medien
Impressum
Logo der SRG SSR
SRF Schweizer Radio und Fernsehen,
Zweigniederlassung der Schweizerischen Radio- und Fernsehgesellschaft
RTS
RSI
RTR
SWI
3SAT
Seitenpfad (Breadcrumb)
- Startseite
- Dokumentation
- Datenschutz
- Musterbriefe
- Werbung & Spamming
Trotz all diesen Vorsichtsmassnahmen kann es aber immer wieder vorkommen, dass Sie persönlich adressierte Webesendungen im Briefkasten finden. Diese können Sie ungeöffnet zurückschicken und auf den Umschlag schreiben, dass Sie die Verwendung Ihrer Adresse für Werbezwecke untersagen. Kleber mit den entsprechenden Texten können Sie bei verschiedenen Konsumentenschutz-Organisationen bestellen. Am besten ist es jedoch, dem Absender einen eingeschriebenen Brief zu schicken, Auskunft über die vorhanden Daten und deren Sperrung bzw. Löschung zu verlangen.
Im Zeitalter der modernen Kommunikationstechnologien sind auch die unerwünschten Werbesendungen im elektronischen Briefkasten ein ständiges Ärgernis. Dagegen gibt es verschiedene Massnahmen, die der EDÖB in seinem Merkblatt über unerwünschte E-Mail-Werbung zusammengestellt hat (Download Kasten rechts).